Terrassenbelag aus Holz

Holz als nachwachsender Rohstoff wird seit Menschen gedenken als Baumaterial verwendet, da es viele günstige Eigenschaft innehat. Seine geringe Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Stein, Stahl und Beton ist nur einer von vielen Vorteilen.

Trotz seines geringen Eigengewichtes hält es großen Belastungen stand und ist dennoch biegsam und flexibel.

Bei der Verwendung von Holz im Außenbereich bedarf es einiger Überlegungen und Auswahlkriterien.

 

Holz im Garten

 

Im Außenbereich sind Verwitterungs- und Verfallsprozesse unumgänglich. Bodenfeuchtigkeit von unten und Niederschläge von oben, begünstigen die Ansiedlung von holzzersetzenden Pilzen und Schädlingen. Schätzungsweise überdauern hochwertige Hölzer wie Robinie (Robinia pseudoacacia) bei regelmäßiger Wartung und Pflege sowie geringer Beanspruchung zwischen 20-30 Jahren. Hölzer, die eine niedrige Dauerhaftigkeit aufweisen wie Lärche halten nur 10 bis 15 Jahren.

Um die Dauerhaftigkeit verschiedener Hölzer gegenüber Pilzen beurteilen zu können, wurden Dauerhaftigkeitsklassen (DK) von 1 (sehr dauerhaft) bis 5 (nicht dauerhaft) eingeführt. Schnellwachsende Arten (Birke, Pappel, Weide, Buche) sind im unbehandelten Zustand für den Außenbereich nicht geeignet. In der DK 1 finden sich nicht heimische Hölzer wie Teak und Makolabaum, diese werden aus den Tropen Südamerikas, Asiens und teils Afrika importiert. Die Verwendung ist aufgrund der anhaltenden Regenwaldzerstörung und der gleichzeitig hohen Armut dieser Länder nicht ganz unumstritten. Besser ist es zertifiziertes Holz aus nachhaltiger und sozial verantwortungsvoller Waldwirtschaft zu kaufen. Der Konsument sollte beim Kauf auf ein Gütesiegel achten wie beispielweise das des FSCs oder die PEFC-Zertifizierung, die für internationale Standards stehen. Möchte man auf heimische Baumarten zurückgreifen sind mit DK 1-2 die Robinie und die Edelkastanie (Castanea sativa) eine gute Wahl, jedoch ist ihre Verfügbarkeit begrenzt und preislich liegen sie im oberen Bereich.

Bei der Verwendung von Holz als Belag für Terrassen oder Decks gelten höchste Qualitäts-anforderung. Zur Beurteilung der Qualität sollte gut abgelegenes Holz verwendet werden, das bereits ein Großteil der Spannungen abgebaut hat und weniger zur Rissbildung neigt. Holzbretter mit erkennbar großen Makro-Röhren werden beim Verlegen besser aussortiert. Wie in der Grafik zu erkennen ist, ist die Position der Jahresringe ebenfalls ein entscheidender Faktor, um die Beständigkeit des Holzes zu erhöhen, da die Krümmung nach außen, Wasser und Feuchtigkeit zurückhält. Holz das zu Splitter- (Robinie) und Schieferbildung (Lärche) neigt, sollten für Beläge gemieden werden. Geeignet sind: Eiche, Ipe, Teak, Western Red Cedar oder thermisch behandeltes Holz.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

 

Geriffeltes Holz wird oft verwendet um bei feuchter Witterung die Rutschgefahr zu minimieren. Erstaunlicherweise ist genau das Gegenteil der Fall, da es zu einem Schieneneffekt kommt und in der Vertiefung Wasser länger stehen bleibt. Gehobeltes glattes Holz ist preislich günstiger und kann mit Bürsten strukturiert werden.

 

UV-Behandlung

ultraviolettes Licht verändert die chemische Struktur der Holzbestandteile inkl. Lignins und farbgebender Moleküle. Da diese Behandlung nur oberflächlich wirkt, hat sie keinen Einfluss auf die Stabilität, kann aber ein vorzeitiges Ergrauen des Holzes aufhalten.

 

Thermische Behandlung

Unter Thermo-Holz (Thermally modified Timber = TMT) versteht man modifiziertes Holz, das nach einer Hitzebehandlung weniger Wassermoleküle einlagert. Das Holz bleibt dadurch formstabiler, da es weniger quellt und schwindet als gewöhnlich. Allerdings verliert es durch diesen Prozess auch an Festigkeit und ist im Konstruktionsbereich nicht zugelassen. Nach thermischer Behandlung können auch billigere Hölzer wie Fichte (Picea), Tanne (Abies), Buche (Fagus) oder Esche (Fraxinus) für den Garten verwendet werden.

 

Chemische Behandlung

Das Holz wird oberflächlich mit chemischen Substanzen imprägniert, die für holzzersetzende Organismen toxisch wirken. Das Eindringen der Wirkstoffe in tiefere Holzschichten ist selbst mit der bewährten Kesseldruckimprägnierung nicht möglich. Bei Niederschlägen werden die Stoffe ausgewaschen und gelangen in die Umwelt. Daher ist die Verwendung von chemisch behandeltem Holz vor allem im Bereich von Gewässern nicht empfehlenswert.

Alternativ bietet sich das im Handel vertriebene Dauerholz an, das mit Wachs beschichtet als ungiftig angesehen wird. Holz, mit der Handelsbezeichnung Accoya, weist durch eine chemische Umwandlung von bestimmten Molekülgruppen eine verminderte Wasseraufnahmefähigkeit auf.

 

Gerne beraten Sie die Gartenexperten des TEAM GRÜN Elzach über Gestaltungsmöglichkeiten mit Holz im Außenbereich.

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